Glossar Impact Peers

In diesem Glossar werden zentrale Begriffe erklärt, die im Zusammenhang mit sozialem Engagement, Vielfalt, Gleichberechtigung und Nachhaltigkeit stehen. Insbesondere im Programm und der Arbeit von Impact Peers.

Impact / Wirkung: Das ist der Einfluss, den unsere Arbeit auf Gesellschaft und Umwelt hat – sowohl positive als auch negative Auswirkungen werden berücksichtigt.

Peers (im Sinne von „Impact Peers“): Menschen oder Gruppen, die auf Augenhöhe zusammenarbeiten, sich gegenseitig unterstützen und voneinander lernen – meist mit gemeinsamen sozialen oder ökologischen Zielen.

Output – Outcome - Impact sind Begriffe aus der Wirkungskette. Output sind Leistungen und Aktivitäten im Rahmen eines wirkungsorientierten Programmes oder Projektes. Outcome sind Veränderungen, wie zum Beispiel Aufbau von Fähigkeiten oder Bewusstseinsbildung bei der Zielgruppe. Impact bezieht sich auf mittel- und langfristige Wirkung im Sinne von Verbesserungen, die durch die Umsetzung der Maßnahme für die Zielgruppe erreicht wurden.

Nachhaltigkeit:
Prinzip, nach dem heutige Bedürfnisse erfüllt werden, ohne die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu gefährden – ökologisch, sozial und wirtschaftlich ausgewogen.

Lateinamerika:
Region auf dem amerikanischen Kontinent, in der überwiegend romanische Sprachen (Spanisch, Portugiesisch, Französisch) gesprochen werden; umfasst Mittel- und Südamerika sowie Teile der Karibik.

Interkulturelles Arbeiten meint die Zusammenarbeit von Menschen und Organisationen aus unterschiedlichen Kulturen.

Unternehmen / Unternehmungen:
Organisationen oder Projekte, die wirtschaftliche, soziale oder ökologische Ziele verfolgen. Der Begriff „Unternehmungen“ kann auch gemeinnützige oder experimentelle Vorhaben einschließen.

Gemeinnützige Unternehmen (auch gemeinnützige Organisationen oder Non-Profit-Unternehmen) sind Organisationen, deren Hauptziel nicht die Gewinnerzielung, sondern das Wohl der Allgemeinheit ist.

Gemeinwohlorientierte Unternehmen sind Betriebe, die wirtschaftlich arbeiten, also Gewinne erzielen dürfen, aber dabei nicht den Profit, sondern das Wohl der Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen.

Soziale Unternehmen (auch Social Businesses oder Social Enterprises) sind Unternehmen, die wirtschaftlich arbeiten, aber soziale oder ökologische Probleme lösen wollen. Sie stehen zwischen gewinnorientierten Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen.

Patentrecht Ist das Recht das den Schutz von Erfindungen und geistigem Eigentum betrifft.

SIGUs / Social Entrepreneurship:
„Soziale Innovationen und gemeinwohlorientierte Unternehmungen” bzw. Soziales Unternehmertum: Geschäftsmodelle, die gesellschaftliche oder ökologische Herausforderungen mit unternehmerischen Mitteln lösen wollen.

Empowerment: Das heißt, Menschen und Gruppen zu stärken, die gesellschaftlich benachteiligt sind.

Diskriminierung: Ungleiche oder ungerechte Behandlung von Menschen aufgrund ihrer Identität oder Merkmale. Hierzu gehören insbesondere:

Ableismus:
Diskriminierung oder Benachteiligung von Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen. Ableistische Haltungen gehen davon aus, dass bestimmte körperliche oder geistige Fähigkeiten „normaler“ oder „besser“ seien.

Ageismus:
Vorurteile oder Benachteiligung aufgrund des Alters – kann sich sowohl gegen ältere als auch gegen jüngere Menschen richten.

Antimuslimischer Rassismus:
Feindseligkeit, Vorurteile oder Diskriminierung gegenüber Muslim*innen oder Menschen, die als muslimisch wahrgenommen werden.

Antisemitismus:
Feindseligkeit, Vorurteile oder Diskriminierung gegenüber Jüdinnen und Juden als religiöse, ethnische oder kulturelle Gruppe.

Bodyshaming / Lookismus:
Abwertung oder Benachteiligung von Menschen aufgrund ihres Aussehens, etwa wegen Gewicht, Hautfarbe, Kleidung oder anderer äußerer Merkmale.

FLINTA-Feindlichkeit:
Diskriminierung oder Gewalt gegen Frauen, Lesben, inter, nicht-binäre, trans und agender Personen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer geschlechtlichen Identität.

Interfeindlichkeit:
Diskriminierung gegenüber intergeschlechtlichen Menschen, deren körperliche Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig in das binäre System „männlich/weiblich“ passen.

Intersektionale Diskriminierung:
Überschneidung und Verstärkung mehrerer Diskriminierungsformen – etwa wenn jemand gleichzeitig aufgrund von Geschlecht, Herkunft und sozialem Status benachteiligt wird.

Klassismus: Abwertung oder Benachteiligung von Menschen aufgrund ihrer sozialen oder ökonomischen Herkunft, Bildung oder Lebenslage.

Misogynie:
Feindseligkeit, Abwertung oder Hass gegenüber Frauen oder Weiblichkeit im Allgemeinen.

Queerfeindlichkeit / Homo- & Bifeindlichkeit:
Ablehnung, Vorurteile oder Diskriminierung gegenüber queeren, homosexuellen oder bisexuellen Menschen.

Rechtsextreme Diskriminierung:
Ausgrenzung, Hass oder Gewalt, die auf rechtsextremen, nationalistischen oder menschenfeindlichen Überzeugungen beruht.

Sexismus:
Ungleichbehandlung oder Abwertung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts oder ihrer Geschlechterrolle.

Transfeindlichkeit:
Vorurteile, Ablehnung oder Diskriminierung gegenüber trans Personen, die sich nicht mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren.

Xenophobie:
Feindseligkeit oder Angst gegenüber Menschen, die als „fremd“ wahrgenommen werden, etwa aufgrund von Herkunft, Sprache oder Kultur.

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