Zukunft braucht mehr als Gewinn
Autorin: Ursula Heimann, Gründerin Impact Peers
2030 – dieser Horizont steht im Zentrum der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Mit ihnen wurde 2016 ein Rahmen geschaffen, der Gerechtigkeit, Wohlstand, Frieden und planetare Belastungsgrenzen zusammen denkt. Doch während sich das Jahr 2030 nähert, wird deutlich: Wir werden bis dahin nur einen Teil dieser Ziele erreichen. Doch die Herausforderungen verschwinden nicht, sie bestehen weiter und verstärken sich sogar noch.
Bei Impact Peers sehen wir daher die kommenden Jahre als Phase, in der nachhaltiges und gemeinwohlorientiertes Wirtschaften nicht mehr als „nice to have“ gilt, sondern zum Fundament globaler und regionaler Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit werden wird.

Nachhaltigkeit ist für viele inzwischen ein schwer greifbarer Begriff – zu abstrakt, zu überladen oder zu allgemein. Gleichzeitig erleben wir die Folgen globaler Veränderungen unmittelbar: steigende Durchschnittstemperaturen, zunehmende Migrationsbewegungen, soziale Ungleichheiten, veränderte Ökosysteme sowie geschwächte regionale Wertschöpfungsketten und Versorgungslücken in ländlichen Räumen. Die Herausforderungen sind groß, Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeitsziele werden daher immer relevanter.
Zugleich passiert auch enorm viel – pragmatisch und wirkungsvoll. Menschen und Unternehmen entwickeln konkrete Lösungen und zeigen: Gemeinwohlorientierung ist keine romantische Illusion, sondern kann handfeste Wirtschaft mit Zukunft sein. In Deutschland gehen aktuelle Studien von rund 160.000 gemeinwohlorientierten Unternehmen mit 3,4 Millionen Beschäftigten aus. Diese Zahlen zeigen: Wir sprechen nicht von Nischenakteuren, sondern von einem relevanten Teil der Wirtschaft.
Die 2023 in Deutschland eingeführte Nationale Strategie für Soziale Innovationen und Gemeinwohlorientierte Unternehmen (SIGU) – eine der ersten weltweit – verstärkt diesen Perspektivwechsel: weg von der Vorstellung, Unternehmen seien primär zur bedingungslosen Gewinnmaximierung verpflichtet hin zu Formen des Wirtschaftens, die gesellschaftliche Bedürfnisse ernst nehmen und Wirkung, Verantwortung und wirtschaftliche Tragfähigkeit zusammen denken.
Bei Impact Peers arbeiten wir mit und für Menschen und Unternehmen, die diesen Wandel gestalten. Dazu gehören beispielsweise:
- Pflegedienstleister und Gesundheitsinitiativen, die neue Formen wohnortnaher Versorgung schaffen,
- Klimainitiativen, die erneuerbare Energien voranbringen,
- regionale Lebensmittelhersteller, die fair, saisonal und lokal produzieren,
- pflanzenbasierte Produzent*innen, die Ernährungswende und ökologische Verantwortung verbinden,
- Fairhandels-Initiativen, die globale Lieferketten gerechter gestalten.
Sie zeigen, dass Veränderung möglich ist durch Gründer*innen, Teams und Betriebe, die Verantwortung ernst nehmen und spannende Innovationen entwickeln, neue Wege und Kooperationen ausprobieren und auf diese Weise wirkungsorientiertes Wirtschaften konkret umsetzen.
